Mittwoch, 10. November 2010
Orangen im Febuar
2,55 Euro – möglicher Weise ist die abgepackte Orange durch verschiedene Terrorismus- und Pandemiekontrollen gewandert, um ihren Preis zu stehen. Jetzt hocke ich doch tatsächlich um kurz vor Mitternacht, unauffällig lauernd, nicht weit entfernt von dem Regal, in dem die wohl teuerste Orange der Welt auf ihre Gärung wartet. Flughafen Check-In 346 bis 362, Madrid. Neonlicht, Putzgeräusche von Bodenpolliergeräten und ich bin müde.
Das einzige, was mich wach hält, ist der Gedanke an den Moment, wo irgendein Typ sich, entweder aus Verzweiflung oder aus Prestige, an der Orange vergreifen wird.
Es ist anfang Febuar, Orangenerntezeit und die Menschen spielen Orangenfussball auf den orangenbaumüberfüllten Straßen.

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